Samstag, 4. September 2010

Höhenrausch

Mittlerweile sind wir in Shanghai bei unserem Musikkollegen Niki und genießen das Leben in der Großstadt. Allerdings gibts ja noch jede Menge nachzutragen von unserem Tibet Abenteuer, wobei wir hier im Blog nur mehr Teile daraus berichten.

Nach unseren 3 Tagen in Lhasa stand die Trekkingtour von Ganden nach Samye (70km auf ca. 4000m) am Programm. Nachdems allerdings jede Nacht sehr viel regnete führen die Flüsse in den Bergen Hochwasser, überqueren Fehlanzeige. Daher fiel diese Tour buchstäblich ins Wasser trotz Sonne tagsüber.

Also machten wir mit unserem Guide das, was wir eigentlich vorher wollten die Agentur aber nicht zuließ - Bergsteigen in luftige Höhen. Wir quartierten uns in einem kleinen Nomadendörfchen mitten in den Bergen ein und machten an 4 Tagen die rund um liegenden Berge unsicher. Bis 5500m (Tag 3) drangen Markus und ich dabei vor, die letzten paar Höhenmeter und den Gipfelsieg errang aber nur noch Markus dem die dünne Luft nicht viel ausmachte. Thomas begleitete Trixi etwas weiter unten am selben Berg welche nach der Gewittererfahrung von Tag 2 bei Gewitter schneller unten sein wollte. Ansonsten waren wir etwas weniger hoch auf 5200m und 5300m unterwegs.
Quartier für 5 Nächte

unter dem Gipfel
Mount Markus (nach seinem Erstbesteiger), 5600m

Montag, 30. August 2010

Klöster und Paläste

Nachdem wir ziemliches Glück hatten mit dem Wetter hatten wir in Lhasa unseren ersten Regentag seit 6 Wochen.

Da wir aber sowiso nur ein paar Klöster besichtigten, war das dann auch nicht so ein großes Problem.
Da wir ein komplett Paket für Tibet gebucht hatten (da es nicht anders möglich war auf Tibet zu reisen wie wir schon vorher geschrieben haben), hatten wir natürlich auch einen englischsprachigen Reiseführer. Nach anfänglichen Befürchtungen, einen alten, unfreundlichen, schlecht englischsprechenden Chinesischen Reiseführer zu bekommen freuten wir uns um so mehr als uns am Bahnhof in Lhasa ein freundlicher, lustiger 20-Jähriger Tibeter abholte.
Jason (unser Reiseführer) führte uns locker, interessant und ohne jeglichen Stress durch die Klöster und Paläste von Lhasa.

Sonntag, 29. August 2010

Tibet

Jetzt war es ein paar Tage ruhig um uns, doch zumindest heute haben wir Internet und können etwas von den letzten Tagen nachtragen. Auch stellt sich das umgehen der chinesischen Firewall und Zensur in Tibet (was wir müssen um hier bloggen zu können) etwas schwieriger dar wie im restlichen China. Aber man hat ja sonst keine Herausforderungen. ;)

Angekommen vor 9 Tagen in Lhasa stellten wir zu allererst mal fest, das ist keine Stadt sondern eine chinesische Kaserne. Egal wohin man blickt, es sind immer mindestens 4 oder 5 Militärposten zu sehen. Am Boden schwer bewaffnet mit Maschinengewehren und undefinierbaren Großkalibern mit denen man wohl auch schwereres Gerät zum Stillstand bringt. Auf den Dächern Scharfschützenposten mit Wärmebildkameras. Dazwischen läuft dann noch die örtliche Polizei nicht minder stark bewaffnet. So fühlt man sich beim Stadtrundgang dann recht sicher beschützt. Weiters sollte man sein Hauptaugenmerk darauf legen, ja nie die Kamera Richtung Militär oder Polizei zu richten, weil die ist sonst weg und wir aus Tibet abgeschoben.

Jetzt gehen wir erst mal Mittagessen, sollte am Abend das Internet gehen kommen noch ein paar Infos, sonst sollten wir dann in 3 Tagen in Shanghai wieder online gehen können.

Montag, 23. August 2010

Eine Zugfahrt die ist lustig ...

In 46 Stunden Zugfahrt erklommen wir das tibetische Hochplateau auf ca. 3600m. Der Zug selbst kletterte dabei über zwei Pässe mit mehr als 5200m Seehöhe. Damit die Luft da nicht zu dünn wird, wird laufend Sauerstoff in die Kabinen geblasen, Druckausgleich gibts keinen.

Seoul Bilder

Heute gibt es endlich ein paar Bilder zu Seoul.

Unsere kleine Runde im Hostel.

Seightseeing (irgendeine Kirche an der wir zufällig vorbeigekommen sind)

N Seoul Tower aus der Ferne aber wir waren auch oben.

Sonntag, 22. August 2010

Beijing und die große Mauer - Teil 2

Das absolute Highlight in Beijing war unser Ausflug zur großen Mauer! Da wir keine dieser völlig überteuerten Touren vom Hostel aus machen wollten, setzten wir uns auf eigene Faust in einen Langstreckenbus in Richtung Jinshanling. Anstatt eines der für Touristen renovierten Mauerabschnittes mit jeder Menge an Souvenirläden und Touristenfänger fanden wir ein idyllisches Stück Mauer ca. 120 km außerhalb von Beijing. Als nahezu einzige Touristen (bis auf ein nettes russisch-deutsches Pärchen) konnten wir die noch gut erhaltene Mauer in der atemberaubenden Landschaft genießen.


Beijing oder unser Besuch beim Schneider - Teil 1

Mittlerweile sind wir (bzw. waren) wir schon eine Woche in Beijing. Wie es sich gehört haben wir unsere Unterkunft im "Leo Courtyard" gebucht, ein schönes und gut gelegenes Hostel in einem Hutong nähe Qianmen. Wir haben auch schon so einiges an Programm hinter uns; absolute Highlights waren neben dem Sommerpalast die verbotene Stadt und die große Mauer! Auch mit dem Wetter hatten wir ziemlich viel Glück, da anstatt des üblichen Smogs sich das Wetter von seiner schönsten Seite präsentierte (zumindest für ein paar Tage reinstes Postkartenwetter in Beijing). Neben den touristischen Highlights war auch der Tailor in unserer Straße schon ein fast täglicher "Anziehungspunkt" ;-)! Zu blöd, dass neben unserem Hostel gleich eine gute Schneiderin ihr Geschäft hat...


Donnerstag, 19. August 2010

Seoul

Ohne jeglichen Plan und nur mit Fotoapparat und Zahnbürste bewaffnet, starteten wir am Dienstag unser Projekt "Visumverlängern" in Seoul.
Nach einem kurzen Flug vom Pekinger-Flughafen kammen wir zu Mittag in Seoul an und waren sehr positiv überrascht von Süd-Korea. Alles war sehr sauber und schön im Gegenteil zu China.
Unser am vortag gebuchtes Hostels stellte sich als echte Backpackerunterkunft heraus. Mit gemühtlichen Zimmern einem großen Wohnzimmer, wo am Abend gemeinsam getrunken und gegessen wurde und wo man nette Leute aus der ganzen Welt kennenlernte.
Um auch ein bisschen etwas von der Stadt zu sehen, beschlossen wir am nächsten
Tag zum Seoul-Tower zu wandern, der Mitten in der Stadt in einem sehr schönen Park gelegen ist.
Müde von der Wanderung und nach einem Filmabend im Hostel gingen wir schon zeitig ins Bett, um wieder Fit zu sein für denn Rückflug nach Peking wo wir nun unsere Chinareise fortsetzen werden.
(Bilder folgen aber nicht heute)

Samstag, 14. August 2010

Visas und die Chinesen

Mittlerweile sind wir nun zwei Tage in Peking. Gesehen haben wir allerdings ausser der durchaus beeindruckend dicken Smogglocke (lt. China TV zeichnet ein Pekingkind den Himmel grau), einer Botschaft und chinesischen Polizeistationen noch nichts. Nachdem wir ja nur ein 30 Tagesvisum haben und aber länger in China sein werden (wollen) müssen wir dieses verlängern. Sollte angeblich sehr einfach gehen, aber wie hats der Herr auf der österreichischen Botschaft so treffend ausgedrückt, "welcome to china, heute so - morgen anders und ein bisschen willkür zum darüberstreuen".
Wir dürfens also beim PSB (Ausländerpolizei) verlängern, allerdings möchten die eine kleine Sicherheit von 100US$ für jeden Tag bis zur Ausreise. Wir müssten also ein chinesisches Konto bei der Bank of China eröffnen, 3000$ pro Person einzahlen, dann das Visum in schnellen 7 Werktagen verlängern, das Geld wieder abheben und Konto auflösen für eine Verlängerung von 12 Tagen insgesamt ... . Rechnet man die Bankzeiten und Wochenenden wären wir jetzt für knapp 3 Wochen in Peking festgesetzt. Alternativ könnten wir auch zurück nach Hongkong fliegen und dort ein neues Visum beantragen, übrigens in einem Tag und zum halben Preis wie in Peking.
Daher haben wir jetzt unsere Reiseroute etwas geändert und uns für die billigste und vmtl auch einfachste Variante entschieden. Markus und ich fliegen am Dienstag für 3 Tage nach Südkorea. Sehen uns Seoul an, reisen wieder in China ein und starten die zweite 30 Tage Frist unseres Visas. Und schon dürf ma bleiben - wie würde es der vollschlanke Gallier sagen - die spinnen die Chinesen. ;)

Echte Helden

Aber es gibt auch die wahren Helden in den gelben Bergen - die Träger. Es ist hier traurigerweise billiger unten stehende Seilbahnstütze 1200 hm über Stufen hochtragen zu lassen. Die Qualen in den Gesichtern kann man sich am Foto eigentlich nicht vorstellen.

Geschichten und Erlebnisse gibt es hier noch viele viele mehr zu erzählen, allerdings wollen wir zu Hause ja auch noch etwas berichten können und belassen es daher mal dabei für diese Station. :)